Die „Haggada“ erzählt die Geschichte des Auszugs der Juden aus der ägyptischen Sklaverei und begleitet den Ablauf des Sederabends am Vorabend des alljährlichen Pessach-Festes. Wenn sich Familie und Freunde beim Festmahl versammeln, wird aus der „Haggada“ gemeinsam gelesen und gesungen.

 

Für die neue „Brauer Haggada“, für die Erwin Javor als Herausgeber fungierte, hat Arik Brauer, der international renommierte Mitbegründer des Phantastischen Realismus, 24 Bilder geschaffen, die diese Geschichte illustrieren. Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg kommentiert im Dialog mit Erwin Javor die biblischen Texte. Der israelische Schriftsteller und Regisseur Joshua Sobol hat das Nachwort zur Haggada verfasst. So vermengen sich in der „Brauer Haggada“ die Stimmen und Gefühle moderner, kritischer Juden mit der Beständigkeit religiöser Tradition und Zugehörigkeit.

 

Arik Brauers zu der Haggada entstandenen Werke befinden sich im Eigentum von Erwin Javor. Er hat sie dem Jüdischen Museum Wien als Leihgabe für einige Jahre zur Verfügung gestellt. Das Museum hat im Rahmen einer Sonderausstellung - 22. Jänner bis 25. Mai 2014 - die Werke Arik Brauers einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und damit

einen Besucherrekord erzielt. Außerdem fand im April 2016 eine Ausstellung der Werke im Jüdischen Museum Bukarest statt.